Damals

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Am 4. August 1910 wurde im alten Bierkeller in dem damaligen Bezirk Luisenstadt in der Luckauer- Ecke Sebastianstraße die Rennfahrer Vereinigung "Luisenstadt" gegründet.

Damals stand der Radsport in der breiten Bevölkerung unter einem anderen Licht. Das Interesse des Publikums hob sich von Rennen zu Rennen und zog mehr und mehr Leute in seinen Bann.

Bis zum Ausbruch des ersteb Weltkrieges, 1914, stellte die Luisenstadt den größten Verein in dem damaligen Radsport Verband, der Radfahr-Union, dar.

Seit der Gründung entwickelte die Vereinigung auch eine rege Tätigkeit beim Veranstalten von Radrennen. Neben dem Klassiker Rund um Berlin wurde auch das bekannte Rennen "Großer Straßenpreis der Neumark" über 250 Kilometer von der Luisenstadt ausgerichtet.

1924 zog der Berein nach Neukölln, in die Reuterstraße 24, Ecke Lenaustraße, um. Mehr und mehr erfolgreiche Rennfahrer brachte die Luisenstadt hervor, die nationalen Titelträger reihten sich in dem Verein ein.

Früher

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Die NRVg. Luisenstadt entwickelte sich. Nicht zuletzt aufgrund der Verantwortung, die die wachsende Mitgliederzahl mit sich brachte.

Die Nachwuchsarbeit rückte verstärkt in den Mittelpunkt. Nach der Devise, die jungen Talente von heute sind die Meister von morgen, wurde beispielsweise die Luisenstädter Juniorenmannschaft 1983 Deutscher Meister auf der Bahn.

Als Vorreiter galten auch die Luisenstädter Breitensportler, seit Ende der 1970er-Jahre mit einer eigenen Abteilung.

Der Verein hielt Schritt mit modernen Trainingsmethoden oder etwa den ersten Trainingslagern im Süden Europas in den 1980er-Jahren.

Ab 1996 wurde das Nachwuchs-Team Deutsche Telekom von Betreuern aus den eigenen Reihen zu den zahlreichen Erfolgen und Titeln, unter anderem mit dem Sieg in der Radbundesliga, begleitet.

Beate Habetz, gilt als Vorreiterin des Frauenradsports. Sie zeigte ihr können unter anderem beim Frauensichtungsrennen im Rahmen des Rollbergrennens unter beweis. Vor den Augen des Bundestrainers Rudi Altig. Mit Tina Hoffmann, Sieg unter anderem beim Großen Preis von Cadolzburg, gab der Neuköllner Verein auch weiterhin Frauen eine Stimme im Radsport.

Heute

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Die Wurzeln des Vereins sind auch heute noch erkennbar. NRVg. Luisenstadt zählt mit knapp einhundert Mitgliedern zu den größten Radsportvereinen im Berliner Landesverband. Das Rollbergrennen wird seit 2011, nach siebenjähriger Pause, wieder ausgetragen. Mehr und mehr Fahrer aus dem gesamten Bundesgebiet und auch Kontinentalteams, etwa aus Tschechien, kommen nach Neukölln zu dem Berliner Klassiker. Mit Horst Müller wird den Sportlern und insbesondere dem Nachwuchs einen Trainer an die Hand gegeben, der durch sein technisches Verständnis und Trainingslehren jahrelange Erfahrung mitbringt. So gehen aus ihm erfolgreiche NachwuchssportlerInnen, etwa Eleonora Schütz, hervor. Mit Marcel Kalz werden zahlreiche Meistertiel eingefahren. Unsere Elitesportler sind in Teams in ganz Deutschland verpflichtet. Dort fahren sie Internationale Rundfahrten und stehen etwa in der Rad-Bundesliga am Start.