Sixdays Bremen: Kalz und Bartko zweite Sieger

Knappe Kiste: Nur ganz knapp, kann Marcel Kalz seinen Titel beim Bremer Sechstagerennen mit Robert Bartko nicht verteidigen. Im letzten Spurt liegen die beiden Runden- und Punktgleich mit Leif Lampater und Wim Stroetinga.

Der Zielspurt entschied.

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Archiv 2013: Marcel Kalz

Um kurz nach Mitternacht war die Entscheidung gefallen. Marcel Kalz wird Zweiter bei den Bremer Sixdays (9. bis 14. Januar 2014).

 

Dabei ging es jedoch äußerst knapp zu. Am Ende des fünften Tages, die Nacht vor dem großem Finale, brachte es das Duo Kalz-Bartko erstmalig auf den ersten Platz mit 224 Punkten.

 

Gefolgt von Lapater-Stoetinga (212 Punkte) und Grassmann-Brisse (208 Punkte), alle jeweils in der „Nullrunde“.

 

Als Team mit den meisten Punkten und ohne einen Rundenrückstand waren die Vorzeichen für die Finalnacht positiv gestellt, entscheidet schließlich zuerst die Runden-, dann die Punktezahl über den Gesamtsieg des Sechstagerennens.

Die Ansteigende Form des Berlin-Brandenburgerischen-Duos Kalz/Bartko über die ersten Tage setzte sich folglich in der gestrigen Finalnacht weiter fort. Die erste kleine Vorentscheidung brachte das Zeitfahren über 500 Meter.  Bei diesem Wettbewerb nimmt jeweils ein Team auf der nur 166 Meter kurzen Bahn gemeinsam Fahrt auf und lösen sich schließlich nach zwei Runden bei voller Fahrgeschwindigkeit den Fahrer im Windschatten mittels Schleudergriff ab. Der eingewechselte Fahrer sprintet die letzten Meter ins Ziel. Die schnellste Zeit eines Teams gewinnt.

Die Form hat gestimmt. Der Sieg greifbar nahe

Der Brandenburger Robert Bartko und Marcel Kalz konnten in dieser Disziplin die schnellste Zeit einfahren, sammelten dafür wichtige Punkte, die ihnen einen Rundenbonus und die vorzeitige Führung bescherte.

Es folgte die Mannschaftsausscheidung, bei welchem jenes Team ausscheidet, welches nach dem Glockenzeichen als letztes die Ziellinie überquert, sodass am Ende nur noch zwei Teams um den Sieg spurten.

Die erfahrenen Bahnspezialisten Kalz-Bartko fuhren mit Routine und Ruhe die erste Hälfte des Rennens von vorne hielten sich sich so aus den engen Entscheidungen heraus. In der schnellen Schlussphase der Mannschaftsausscheidung konnte dann Franco Marvulli gewinnen. Das sollte der letzte Sieg des Schweizers sein, Marvulli verabschiedet sich nach über 115 Teilnahmen aus dem aktiven Sechstagegeschäft.

Nach diesen Wettbewerben war der Luisenstädter Marcel Kalz und Madisonpartner Robert Bartko weiter auf dem ersten Platz.

Kalz/Bartko                0 Rd.    321 Punkte

Lampater/Stroetinga 0 Rd.    317 Punkte

Grassmann/Brisse   -1 Rd.

Müller/Hester    -1 Rd.

 

Folglich fuhren vier Mannschaften um den Sieg der Jubiläumsausgabe des Bremer Sechstagerennens. Die letzte Jagd an diesem Abend sollte über den Gesamtsieg entscheiden.

 

Krimi in der letzten Jagd. Mit Schlusssprut beide Punktgleich

Die Finaljagd wurde von Bartko und Kalz dominiert. Die letzten Runden und Punktesprints konnte das Berlin-Brandenburger-Duo gewinnen. Doch Lampater/Stroetenga waren weiterhin mit dem Sieg in Berührung. Zwei Wertungen ging an das besagte Team.

Die Schlussrunde wurde eingeläutet.  Kalz fuhr mit über zehn Metern Vorsprung auf der Gegengerade. Der Sieg schien sicher.

Doch Lampater wechselte noch einmal auf Stroetenga, der Schläudergriff, die Ablösung, brachte den Niederländer so viel Schwung, dass er nach der Zielkurve einen leichten Vorsprung hatte und auf der Zielline die letzte Wertung gewann.

Durch den Sieg der letzten Wertung waren nun beide Mannschaften Runden- und auch Punktgleich, in diesem Fall geht der Gesamtsieg an den Sieger der letzten Wertung.

Stroetenga/Lampater gewinnen, die zweiten Sieger stellt das Team um Marcel Kalz und Robert Bartko.

 

Sixdays Bremen: Die letzte Runde, Schlussspurt


Marcel Kalz und Robert Bartko live im TV

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