Doppelpodium für Luisenstadt – Essig und Schulz beim Barnim Cup

 

Der Schuh saugt sich voller Wasser. Die Weste ist durchtrieft vom Regen. Das Wasser am Hinterrad des Vordermanns spritzt einem ins Gesicht. Vom Helm fällt Tropfen um Tropfen das Regenasser.

 

Die Straßen rutschig, der Wind mäßig. Und wieder versucht sich ein Fahrer der NRVg. Luisenstadt mit einem Ausrissversuch im Brandenburgischen Landkreis Barnim bei der Abschlussetappe des Barnim Cups 2013 entscheidend abzusetzen.

Essig 10 Kilometer alleinige Spitze

Diesmal ist es Andreas Essig, der den Vorstoß wagt. Allein fährt er mit kanpp zwanzig Sekunden vor dem kleinen Fahrerfeld der Männer und Seniorenklasse. Die, die der Einladung des RSV Eberswalde folgten, wollten jedoch nicht umsonst bei diesem Wetter aufs Rad gestiegen sein: Vier Fahrer versuchen mit Nachdruck die Lücke zu schließen. Julian Schulzversucht für sein Teamkameraden an der Spitze die Gruppe ruhig zu halten.

Vorne kämpft Essig weiter verbissen an der Windkante. Der Kreisel im Hauptfeld hat sich nun allmählich eingespielt, der Ausreißer ist nun schon in Sichtweite. Nach zehn Kilometer Alleingang wird Essig vom Feld geschluckt. Schulz setzt an und attackiert. Die Fahrer, die das Loch schlossen, sind „angeknockt“. Schulz reißt eine kleine Lücke, nimmt den Kopf runter und fährt. An seinem Hinterrad nur der spätere Sieger Altmann. Das Duo ist sich uneinig und wird ebenfalls kurze Zeit später vom Feld gestellt.

Essig und Schulz - mit der Brechstange

Eine Situation, wie sie an diesem Samstag im August mehrmals zu erleben war. Essig oder Schulz attackieren, das Feld fährt nach, anschließend erneuerter Ausriss, und wieder das Spiel von vorn.
Zwei Fahrer, die verbissen, „mit der Brechstange“, versuchten den Sieg unter sich auszumachen. Die beiden vermeintlich stärksten Fahrer des Feldes schaffen es dennoch nicht das Feld zu sprengen.

Altmann siegt im Spurt

Am Ende musste der Spurt über Sieg und Niederlage entscheiden. Essig und Schulz, beide etwas verwundert, in der Unkenntnis, wo das Ziel zu finden ist, sprinten zu spät und nicht mit letzter Konsequenz und müssen sich damit gegen Altmann geschlagen geben.

 

Dabei sei der Sieger ein taktisch gutes Rennen gefahren, sagte Schulz nach dem Rennen. Obschon der junge Luisenstädter enttäuscht war von dem Ergebnis, hätte er mit einem Sieg auch den dritten Platz in der Saisonwertung errungen. „Wir hatten die falsche Taktik. Nur Brechstange geht bei so einem Feld, wenn man nicht selbst top fit ist, auch nicht“, bilanziert der 19-jährige Student wehmütig.

Dennoch bleiben zwei gute Podiumsplätze am Ende des Tages. Andreas Essig wird Zweiter bei seiner ersten Barnim Cup Teilnahme, Julian Schulz folgt ihm auf Rang drei. Ein „gutes Training“ sei es gewesen, sagte Essig auf der Rückfahrt. Für beide stehe die Wintervorbereitung an, um im kommenden Jahr als B-Fahrer gemeinsam die Eliteklasse „unsicher zu machen“, so Julian vor einigen Wochen auf der Vereinssitzung.

 

Wir wünschen den beiden Athleten eine gute Winterzeit und eine perfekte Vorbereitungsphase, damit die beiden Luisenstädter auch in den B-Lizenzrennen 2014 wieder vorne mitfahren können.

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