Christoph Pfingsten siegt beim Großen Rollbergrennen 2013 - Spannender Renntag um die Neukölln Arcaden

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v.r.n.l.: Gaebel, Pfingsten, Mohs, Kux, Thömel (Foto: F.A.)

Es war schon toll, was die Verantwortlichen der NRVG Luisenstadt für das Traditionsrennen im Herzen Neuköllns am ersten Sonntag im August geleistet haben. Unter der Schirmherrschaft des Bezirksbürgermeisters Heinz Buschkowsky veranstalteten sie das 57. beliebte Rollbergrennen, das schon so manchen prominenten Sieger wie zum Beispiel André Greipel hervorgebracht hat, der dieses Rennen im Jahre 2001 gewonnen hatte.

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Bemerkenswert auch in diesem Jahr, dass es viele Sponsoren gab, die dafür sorgten, dass in allen Rennklassen etliche Barprämien und Einkaufsgutscheine ausgefahren werden konnten. Der Fahrradladen Rad-Kreuz in Berlin Kreuzberg und Müggelheim, die Neukölln Arcaden, EASY LIFE Gebäudereinigung, Reisebüro Schöne und die „Superprämien“ des Autodienst Lothar Krause brachten es insgesamt auf eine Prämiensumme von mehr als 1.600 Euro, die wieder einmal dafür sorgte, dass die Rennen äußerst kampfbetont bestritten wurden. Im Vergleich zum vergangenen Jahr konnte auch die Zuschauerzahl zumindest im Start-/Zielbereich zufriedenstellen, begünstigt auch durch das gute Wetter.

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Der Start der Elite A und KT

Im Hauptrennen der Elite waren durchaus einige interessante Fahrer am Start, die bei Continentalteams unter Vertrag stehen. So kam Tino Thömel von NSP-Ghost ebenso nach Neukölln wie auch Max Walsleben und Rick Ampler von Nutrixxion Abus, aber auch das LKT Team Brandenburg entsandte einige Fahrer wie Maximilian Stier, Franz Schiewer oder Felix Donath nach Berlin. Der für das niederländische Team De Rijke-Shanks fahrende Berliner Christoph Pfingsten ließ es sich ebenfalls nicht nehmen, hier wieder anlässlich eines Heimatbesuches an den Start zu gehen.

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Große Starterfelder beim 57. Rollbergrennen (Foto: Karl Anderson, Schweden)

Ein besonderes Lob sei an dieser Stelle einmal den Fahrern Tino Thömel, Marcel Kalz vom Rudy Project Racing Team und Erik Mohs vom Team Ur-Krostitzer Univega auszusprechen, die an diesem Wochenende ein gewaltiges Programm absolvierten. Am Freitagabend fuhren sie in Öschelbronn den Bahnmarathon 1001 Runde, den Kalz mit Leif Lampater gewann und Mohs/Thömel dort Fünfte wurden, während sie am Samstag in Oberhausen/Baden die Sixdays-Night bis Mitternacht bestritten und sich dann ins Auto schwangen, um 650 km nach Berlin zu fahren. Nach wenigen Stunden Schlaf war natürlich nicht eine vordere Platzierung beim Rollbergrennen zu erwarten, dennoch verdient vor allem die Leistung von Thömel Respekt, der hier immerhin Neunter wurde.

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Fünf C-Fahrer versuchen den großen Wurf

Mit der Startvorgabe der C-Fahrer fasste sich eine fünfköpfige Gruppe um den deutschen Stehermeister Florian Fernow, Marcel Bartsch (beide Zehlendorfer Eichhörnchen), Wilhelm Winkler vom Berliner SC sowie Andreas Essig und Julian Schulz vom ausrichtenden Verein ein Herz und fuhr in der ersten Runde dem C-Feld davon. Auf der Zielgeraden in der ersten Runde waren die später gestarteten KT- und A-Fahrer bereits auf Sichtweite des Quintets. Der Versuch, das Hauptfeld von hinten einzuholen, konnten die fünf C-Fahrer jedoch nicht umsetzen. Der Kräfteraubende Versuch wurde mit reichlichen Prämien bei dem über 40 Kilometer andauernden Ausriss belohnt. Später mussten sie jedoch für ihre kräfteraubende Attacke Tribut zollen, mit Ausnahme des Luisenstädters Andreas Essig, welcher sich noch unter die vorderen Plätze platzieren konnte.

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Zieldurchfahrt: Pfingsten vor Gaebel

Sieger des Rennens wurde Christoph Pfingsten, der sich gemeinsam mit Stefan Gaebel vom Team Ur-Krostitzer Univega frühzeitig vom Feld abgesetzt hatte und den Zweierspurt nach 105 km mit einer Radlänge für sich entschied. Im Spurt des Verfolgerfeldes, das fast eine Runde verloren hatte, behauptete sich der ehemalige Profi Christian Kux vom Dresdner SC auf Platz drei vor dem Brandenburger Stier und Mathias Wiele vom Team Ur-Krostitzer Univega.

Bei den Schülern U 13 siegte der diesjährige Seriensieger Justin Winzer vom RC Charlottenburg vor Julius Müller vom RSV Osterweddingen. Eine nahezu komplette Berliner Angelegenheit war das Rennen der Schüler U 15, das Elias Richter vom Marzahner RSC vor Joe Grabowsky vom SC Berlin und Calvin Dik vom Spandauer RV gewann. Im Rennen der Jugend U 17 gab es insofern eine Überraschung, dass die überlegene Siegerin Stephanie Pohl hieß, die mit einem Vorsprung von 1:45 Minuten das Ziel vor Poul Rudolph vom Radteam Cöpenick und Toni Franz vom 1. RV Leipzig erreichte. Berlins Aushängeschild in dieser Klasse, Moritz Malcharek vom RSV Werner Otto, landete hier nur auf Platz 16 und wurde von Stephanie Pohl, die mit Sondergenehmigung eine Startmöglichkeit erhielt, wie auch seine anderen Mitstreiter mehr oder weniger klar distanziert. Aber die sympathische Stephanie Pohl hatte ja zuletzt auch die Thüringen-Rundfahrt der Frauen und den Omniumwettbewerb anlässlich des Sommersechstagerennens in Fiorenzuola/Italien bestritten und kam daher mit ausgezeichneter Form nach Berlin.



...weitersagen!



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