Regenschlacht beim 59. Lichterfelder Rundstreckenrennen 2013

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59. Lichterfelder Rundstreckenrennen 2013, nur für ungezuckerte

(js) Regen, Regen, Regen. Nach dem Zieleinlauf der übrig gebliebenen zwanzig Fahrer der Elite-Klasse zitterten und froren fast alle. Mehr als 76 Kilometer steckten dem, durch das Wetter deutlich geschrumpften, Fahrerfeld in den Knochen, bei knapp zweistelligen Temperaturen und nicht nachlassenden Regen.
Der Luisenstädter Andreas Essig verabschiedete sich ebenfalls vorzeitig aus dem Rennen.

Beim 59. Lichterfelder Rundstreckenrennen um den Preis der Kindl-Schultheiss-Brauerei hätten sich viele Teilnehmer und das überschaubare Publikum angenehmeres Wetter gewünscht.
 Der ohnehin auch bei besserer Witterung anspruchsvolle Rundkurs verlangte in diesem Jahr den Athleten alles ab.

 

Schäfer, Schulz und Gaebel überragend

Am besten schienen Stefan Schäfer (Team NSP-Ghost), Philip Schulz und Stefan Gaebel (beide Ur-Krostizer Univega) dem Wetter gewachsen. Ihre Flucht, war Rennentscheidend, überrundete das Trio das Fahrerfeld und nahm damit den Konkurrenten jegliche Chance auf einen Podiumsplatz.

Vier Univega-Fahrer auf der Verfolgungsfahrt

Ungeachtet dessen zeigten sich vier Fahrer des Team Ur-Krostizer Univega besonders Kampfesstark. Johannes Heider, Erik Mohs, Eric Baumann und der Berliner Paul Stubert jagten bis zum Ende des Rennens der Spitze hinterher. Nachdem das Trio um Stefan Schäfer das Hauptfeld überrundete bildete der vierköpfige Univega-Zug die neue Spitze. Dahinter eine sieben Mann starke Gruppe mit dem als C-Fahrer überragend fahrenden Tim Rapczynski (FC Lexxi Speedbike e.V.) und dem Luisenstädter Alexander Tiedtke (Ur-Krostizer Univega), welche jedoch ebenfalls von Stefan Schäfer aufgefahren wurde. Der NSP-Ghost-Fahrer zeigte sich auf der Start-und-Ziel-Passage in jeder Runde als Anführer des Hauptfeldes.

Viele Defekte, insbesondere Reifenschaden, begleitete die nun nicht mehr mit größtem Nachdruck verlaufende Jagd nach der neuen, vierköpfigen Univega-Spitze, welche gleichmäßig Runde um Runde dem Ende des Rennens entgegen und für die Plätze vier bis sieben fuhr.

Schulz im Alleingang zum Sieg

Wenige Runden vor Schluss ergriff Philip Schulz seine Chance zum Sieg des 59. Lichterfelder Rundstreckenrennens und entfloh dem Hauptfeld und damit auch Stefan Schäfer und Teakollege Stefan Gaebel, welche Rundengleich die Aspiranten zum Sieg darstellten. Die alleinige Flucht gelang dem 24-jährigen und er konnte seinen Vorsprung ins Ziel retten. Teamkollege Stefan Gaebel überquerte vor Stefan Schäfer den Zielstriches und belegt damit den zweiten Platz. 
Da das Univega-Verfolgungs-Quartett nicht von dem Feld gestellt wurde belegen die Fahrer Stubert, Heider, Baumann und Mohs die Plätze vier bis sieben.

Thömel Endschnellster im Hauptfeld

Den Spurt aus dem Hauptfeld gewann der Berliner Tino Thömel (Team NSP Ghost), der mit dem achten Platz noch eine Top-Ten-Platzierung einfuhr, wie seine Berliner Konkurrenten Maximilian Beyer (KED Stevens) und Florian Schröder (Univega Ur-Krostitzer) auf den Plätzen neun und zehn.

Alexander Tiedtke wird 12. und bereitet sich nun auf die kommenden Rennen mit dem Team Ur-Krostizer Univega vor. Nächste Woche geht es zum Straßenrennen nach Obergurig (Sachsen), bei welchem er im vergangen Jahr den zehnten Platz belegte.

 

Der RV Lichterfelde Steglitz, Ausrichter des Lichterfelder Rundstreckenrennens, wird hoffentlich im kommenden Jahr, bei der Jubiläumsausgabe, mit besserem Wetter und damit auch größeren Zuschauermengen und Teilnehmerstarken Starterfeldern für das auch bei diesem Wetter gut organisierte Radrennen und die gut koordinierte Streckensicherung belohnt.

 


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