Die Revanche von Bremen: Marcel Kalz und Franco Marvulli siegen beim Bremer Sechstagerennen

Marcel Kalz Radsport Bremen

(js) Kurz vor Mitternacht war es sich entschieden: zum ersten Mal steht der Luisenstädter Marcel Kalz bei einem Sechstagerennen ganz oben auf dem Podium. Marcel Kalz und Franco Marvulli (Schweiz) gewinnen das 49. Bremer Sechstagerennen (10. – 15. Januar 2013).
In einer spannenden Finaljagd über 60 Minuten in der Bremer ÖVB-Arena konnten Franco Marvulli und Marcel „Kalle“ Kalz gegen die Vorjahressieger Robert Bartko / Peter Schep den Sieg perfekt machen.

 

Bartkos Vorahnung

2012 stand er noch ganz oben mit seinem niederländischen Madison-Partner Peter Schep, leicht bedrückt und erschöpft steht er nun auf dem Podest und lächelt mit müden Blick in die blitzenden Kameras der Sendeanstalten und Fotografen. Im letzten Jahr sagte er nach seinem Sieg über Marcel Kalz, dass ihm die Zukunft gehöre, doch das sich diese Prognose des Robert Bartko so schnell bewahrheiten sollte war gewiss nicht in seinem Sinne.

Die Finaljagd musste den Sechstagesieg entscheiden, in den vergangenen Renntagen hatten sich fünf Spitzenteams der restlichen Konkurrenz abgesetzt, darunter der gebürtige Berliner Andreas Müller mit Marc Hester und das Team Christian Grasmann/Nick Stölper.

 

Bartko/Schep im Punktegeiz untergegangen

  In der ersten Hälfte der sechzigminütigen Jagd wurden allein 40 Rundengewinne herausgefahren, immer wieder kamen die genannten Teams in die Nullrunde. Zudem überraschten die späteren Zweitplatzierten Leif Lampater/ Luke Roberts ihre Konkurrenz mit einer Dublette, welche ihnen später zum Podiumsplatz verlahlf.
Der Potsdamer Robert Bartko und Peter Schep sind im Punktegeiz untergegangen, in den Vortagen konnten sie nicht ausreichend Punkte sammeln, sodass sie ihr Punktedefizit in der letzten Jagd mit einem Rundenvorsprung gegenüber der Konkurrenz auszugleichen versuchten.

 

Ein wahrer Krimi in der Finaljagd

Zehn Runden vor Schluss versuchten Bartko/Schep mit letzter Kraft das Feld ein letztes Mal zu überrunden um den Sieg und damit das Tripple für Robert Bartko perfekt zu machen.
Kalz/Marvulli führten das Feld nun ganz allein an und versuchten die Ausreißer zu stellen. Das Tempo des Deutsch-Schweizerischen Duos war zwischenzeitig so hoch, dass sie fürchten mussten, dass das Feld hinter ihnen „reißen lassen“ würde und Bartko/Schep den Rundengewinn doch kurz vor Schluss für sich verbuchen könnten.
Ein wahrer Krimi in der letzten Nacht der Bremer Sixdays, mit glücklichem Ausgang.

 

Das Feld blieb am Hinterrad der späteren Sieger, Bartko/Schep gaben ihren Vorstoß auf der Zielgeraden mit etwa einer halben Runde Vorsprung auf, fuhren zwar als erstes Team über die Ziellinie belegten jedoch mit „nur“ 302 Punkten den dritten Platz. 
Auf Rang zwei mit 328 Punkten, ebenfalls in der Nullrunde, schaffte es das Team Lampater/Roberts, welche mit einer Dublette in der ersten Rennhälfte die Konkurrenz überraschten und damit Rundengleich mit Bartko/Schep die Jagd beendeten jedoch von ihren Punkten profitierten.

Endergebnis 49. Bremer Sixdays (10. -15. Januar 2013)

Platz Team Name 1 Name 2  Rd Pkt.
1 1 Franco Marvulli  Marcel Kalz 0 347  
2 6 Leif Lampater Luke Roberts 0 327
3 9 Peter Schep Robert Bartko 0 302  
4 7 Andreas Müller Marc Hester -1 257
8 Christian Grasmann Nick Stölper -3  150  

Franco Marvulli gewinnt zum 33. Mal ein Sechstagerennen, in Berlin wird der sympathische Schweizer an der Seite von Andreas Müller an den Start des 102. Berliner Sechstagerennens (24. bis 29. Januar 2013) gehen.

 

 

Marcel Kalz fuhr zum zweiten Mal in Bremen und kann nun seinen ersten Sixdays-Sieg feiern.
In Berlin steht ihm Robert Bengsch zur Seite, beide zusammen sind amtierende deutsche Madison-Meister, müssen sich jedoch auf starke Konkurrenz etwa Kenny de Ketele (Belgien) oder Roger Kluge gefasst machen.

 


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