Rennbericht Nortorf - erstes Rennwochenende in der neuen Saison

(js) Am vergangenem Sonntag, dem 25. März 2012 fand in Schleswig-Holstein zum vierten Mal der „Giro Nortorf“ der RSG-Mittelpunkt Nortorf statt.
Das Radrennen in der 6.000-Seelen Kleinstadt ist mittlerweile eines der größten Radrennen in Norddeutschland, auch in diesem Jahr erwartete der Veranstalter mehr als 800 Starter aus dem In- und Ausland.

 

Darunter auch Julian Schulz von der NRVg. Luisenstadt, der dieses Jahr vor seiner ersten Männer-Saison steht.
Am Vortag hielt sich der 18-jährige beim Rundstreckenrennen in Ascheffel über die gesamten 100 Kilometer in Mitten des Hauptfeldes auf: „beim ersten Männer-Rennen, mein erstes Rennen über 100 Kilometer, und einem dreistelligen Starterfeld wollte ich erst mal schauen und mich am Feld orientieren“.

Nun gingen auch in Nortorf über 100 Fahrer an den Start. Der kleine, bis auf zwei Autobahnüberführungen eher flache 10 Kilometer lange und kurvenarme Rundkurs versprach ein hohes Tempo.

 

Die erste Runde ballerten die C-Fahrermit 47 km/h über die Strecke.

In der zweiten Runde war das Tempo gemäßigter, was 12 Fahrer zu einem Vorstoß motivierte. Man ließ die zwölf fahren, bei einer Renndistanz von über 100 Kilometern würde ein solch früher Angriff schon nicht Rennentscheidend sein; dem war jedoch nicht so.

Die zwölfköpfige Spitze, darunter drei Dänen und zwei U23-Fahrer (wobei einer davon auch eine Dänische Rennlizenz besaß und der zweite der Berliner Florian Schröder im Trikot der RG Nutrixxion war), fuhr schnell einen Vorsprung von zwei Minuten heraus.

Das Rennen im Hauptfeld wurde von einigen Ausreißversuchen und zahlreichen Tempoforcierungen bestimmt. So verging Runde um Runde. Die Spitzengruppe fuhr konstant ihr Tempo und das Hauptfeld verabschiedete sich allmählich von einzelnen Fahrern, die dem hohen Tempo und dem Kantenwind Tribut zollen mussten.

In der vorletzten Runde baute die Spitze ihren Vorsprung auf über drei Minuten aus – das Feld kam nicht mehr heran.

Mit einer Durchlaufzeit von 2:13‘48‘‘ und einem daraus resultierenden Schnitt von 43 km/h spurteten die zwölf übers Ziel.

Steffen Karow vom Harvestehuder RSV (ging im vergangenem Jahr noch im Trikot des Berliner TSC an den Start) konnte den Spurt für sich entscheiden und sicherte sich damit den Aufstieg in die Elite-B-Klasse. Daniel Rackwitz (Track Cycling Team) wurde Zweiter, der dritte Podestplatz ging an den Berliner U23-Fahrer Florian Schröder der sich damit die erste Platzierung in seinem noch jungen, ersten Männer-Jahr sicherte.

Das Feld erreichte mit drei Minuten und fünf Sekunden Rückstand das Ziel.
Im Spurt des Hauptfeldes recht weit vorne fand sich auch der Luisenstädter Julian Schulz wieder, der sich auch bei seinem zweiten Rennen eher unauffällig zeigte: „Der Saisoneinstieg müsste damit geschafft sein“, sagte er nach dem Zieleinlauf.
Nächste Woche steht für den Gymnasiasten das Rennen im brandenburgischen Groß Dölln auf dem Plan – „danach geht es erst einmal in die Osterferien für zwei Wochen, dann werden unter der Woche die ganzen Klausuren zu schreiben sein, am Wochenende stehen die Radrennen an. Volles Programm“ .