Aufgelesen: "Favoritensiege im Velodrom"

Magnus Saß
Foto: Archiv

Beim Berliner Bahnpokal am 7. September 2011 waren die Sommerferien schnell vergessen. Die inzwischen erfolgreichen Favoriten, die sich bei diversen Meisterschaften hatten bewähren müssen, lösten ihre Aufgaben auf Anhieb souverän.

Junioren-Auswahlfahrer Maximilian Beyer (SC Berlin) glänzte dabei mit ansprechenden Zeiten über 500 m in 34,81 s und im Rundenrekordfahren mit 14,80 s. Mit Abstand folgte sein Teamgefährte Florian Schröder, der sich allerdings beide Male ziemlich strecken musste, um den besten Jugendfahrer Lucas Schreiber vom gleichen Verein in Schach zu halten. Nur Hundertstelsekunden trennten beide.

Im 60 Runden Punktefahren konnte keiner den wie entfesselt um die Piste jagenden Beyer stoppen. Der Deutsche Meister zeigt in einem seiner letzten Juniorenrennen, dass er zurecht den Titel trägt. Bei seinem ersten Vorstoß begleiteten ihn Vereinskamerad Philipp Nowak und Lucas Schreiber. Mit Robert Kühne scheiterte leider ein weiterer SCB-Fahrer an dem Überrundungsversuch. Ohne den Meister hatten sich Magnus Saß (NRVg Luisenstadt), erneut Schreiber und Jugendfahrer Andre Thiel (RSV Werner Otto) davongemacht und erfolgreich den Rundengewinn vollzogen.

Das rief natürlich bald den Meister wieder auf den Plan. Erneut mit von der Partie jagten Schreiber und Thiel mit davon. Gefolgt von dem Blankenfelder Steven Schreiber und Jan Pietschker (BTSC). Doch damit nicht genug, Maximilian Beyer ließ nicht locker. Bevor er nicht gemeinsam mit Philipp Nowak wie beim ersten Versuch noch einmal rum war, ließ er keine Ruhe. Damit war ein klarer Sieg perfekt, denn in den Wertungen hatte man ihm auch nur selten das Wasser reichen können. Nowak half der zweite Versuch zwar auf Rang 3, den vor ihm platzierten Berliner Schreiber konnte er aber nicht verdrängen.

Bei den Schülern zeigte sich der von Sieg zu Sieg eilende Moritz Malcharek (RSV Werner Otto) erneut von seiner besten Seite und beherrschte das Geschehen wie gewohnt souverän. In Rundenrekordfahren distanzierte er die Mitbewerber in 16,09 s ebenso sicher wie beim 500 m Zeitfahren in 39,30 s. Heiß war der Wettstreit um die Plätze. Dabei überraschte Enrico Schmidt (SC Berlin) doch etwas. Schnell fuhr auch Max Sommerfeld (RSV Werner Otto) auf Rang 3. Aber mit dem Stehvermögen über 500 m war es bei ihm nicht zum besten bestellt. Da war der Start von Niklas Petereit (Marzahner RC) von anderem Format. Hinter dem verdienten Zweiten schob sich Marvin Kempe (BTSC) noch überraschend auf Rang 3.

Dagegen wurde das Punktefahren eine sichere Beute für den Deutschen Omnium-Vizemeister Malcharek. Aber auch hier gab es mit den beiden Nächstfolgenden Enrico Schmidt und Antonia Chlybow einen überraschenden Einlauf.

Erik Vater (Spandauer RV) fuhr in der U13 die Bahnrunde in 14,85 s am schnellsten und ließ dabei Janik Petereit (Marzahner RC) und seinem Teamgefährten Calvin Dik keine Chance. Umso Überraschender war dann, dass er sich im Endspurt des Ausscheidungsfahrens dem Marzahner beugen musste, der seinen Siegeszug diesmal mit der höchsten Punktzahl im 15 Runden Punktefahren fortsetzte. Zwei Zähler fehlten dem Spandauer aus den Wertungen, in denen überraschend Adrian Buley (Marzahner RC) erstmals energisch mitmischte und sich dafür mit Rang 3 belohnt sah.

 

 

Quelle:  Artikel "Favoritensiege im Velodrom", aus "Radsport-News" Ausgabe 10|2011