Informatives
Organisation:
Ausgerichtet wird eine Radtourenfahrt von einem Radsportverein. Dieser muss dazu gewisse Kriterien des Bund Deutscher Radfahrer (insbesondere die Generalausschreibung) erfüllen sowie eine
behördliche Genehmigung erhalten. Die vom Veranstalter angebotenen Strecken werden ausgeschildert. Außerdem kann der Veranstalter an den Kontrollstellen (s.u.) Getränke und einen Imbiss anbieten,
was regelmäßig der Fall ist.
Ausgetragen werden kann eine Fahrt an einem Wochenend- oder Feiertag im Zeitraum von ca. Mitte März bis Mitte Oktober. Das Startfenster für die Teilnehmer ist meist zweistündig am Morgen oder Vormittag.
Für die Teilnahme darf der Veranstalter ein Startgeld von den Teilnehmern verlangen. Dieses beträgt (Stand 2006) für BDR-Mitglieder meist 3€ (maximal 7€) und für Nichtmitglieder meist 4€.
Abhängig von den Vorschriften des Landesradsportverbands ist in aller Regel das Tragen einer Rückennummer durch den Teilnehmer bei einer Radtourenfahrt Pflicht.
BDR-Mitglieder, die eine RTF-Wertungskarte besitzen, können diese Punkte damit sammeln und am Jahresende dafür eine Prämie vom BDR erhalten, sofern eine Mindestpunktzahl erfahren worden ist. Um sicherzustellen, dass ein Teilnehmer eine Strecke auch tatsächlich abgefahren ist, werden an geeigneten Streckenabschnitten Kontrollstellen eingerichtet, an denen der Teilnehmer einen Stempel auf seine Kontrollkarte erhält.
Anmerkungen
- Wenngleich eine Zeitnahme nicht gestattet ist, hat eine RTF einen ausgeprägt sportlichen Charakter: Es werden für die Teilnahme fast ausnahmslos Rennräder eingesetzt, der Anteil an Vereinsfahrern ist hoch und die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt bei den meisten Teilnehmern bei 26-32 km/h.
- Auch wenn der Veranstalter vom BDR nicht zum Anbieten einer Verpflegung verpflichtet ist, bietet doch jeder Veranstalter diese an. Neben den immer angebotenen Granulat-Zitronentee und Bananen gibt es oft auch Schmalzbrote, Waffeln, weiteres Obst, Joghurt oder Kuchen. Berühmt sind hier der Hochsauerlandklassiker in Eslohe, der auf seiner Kontrollstelle auf dem Kahlen Asten zusätzlich Suppe und ein reichhaltiges Kuchenbuffet anbietet (Stand:2006) oder die RTF von Hamburg-Lohbrügge „Bis vor Lübecks Tore“ des Betriebssportverbandes Hamburg, an deren Kontrollstelle in Friedrichsruh es neben anderen Spezialitäten sogar Lachsschnittchen gibt.
- Die mit Abstand meisten RTFs finden in Nordrhein-Westfalen statt (2006:233; dies entspricht etwa 3-4 RTFs pro Wochenend- oder Feiertag). Die Teilnehmerzahlen liegen abhängig von Wetter und Startort bei ca. 100 - 1500.
- Obwohl ein i. d. R. zweistündiges Startfenster existiert, findet sich fast immer der Großteil der Teilnehmer schon zu Beginn des Startfensters am Start ein. Dies führt dann meist zur Bildung großer Gruppen vom Start weg, was aufgrund der daraus resultierenden Verkehrsbehinderungen von den genehmigenden Behörden nicht gerne gesehen wird. Einige Veranstalter lassen die Teilnehmer daher nur stoßweise starten.
- Startorte sind meist Schulen, Stadthallen oder ähnliche öffentliche Gebäude. Diese bieten zum einen ausreichend Parkraum, genügend Platz für die Anmeldung, Kuchenbuffets, Grillstände und Radhändler, die ihre Waren anbieten sowie die benötigten sanitären Einrichtungen.
- Viele Veranstalter vergeben Pokale/Preise für den Teilnehmer mit der weitesten Anreise, älteste(n) Teilnehmerin, Verein mit den meisten Teilnehmern.
- Der RTC Köln ist Mitbegründer der Radtourenfahrten. Erich Fischer vom RTC Köln wurde der erste Radtouristikfachwart beim Bund Deutscher Radfahrer.
NRVg. Luisenstadt 1910 e.V. Berlin












